„Komm runter Malen!“

"Komm runter Malen!"

Ein Gemeinschaftsprojekt von Nora Katthöfer und der Keramikerin Carla Binter

Auftraggeber: SAGA GWG und ProQuartier

 

„Komm runter Malen!“
hören wir täglich für eine Woche in einem Wilhelmsburger Innenhof in Hamburg. Ob Groß ob Klein, jeder ist willkommen, mitzugestalten und sich mit seinen Ideen für das Wandbild einzubringen. Passend zu den Wohnhäusern, die den kleinen Spielplatz vor dem Wandbild im Innenhof umsäumen, ist das Thema der Wandgestaltungen: „Häuser im Querschnitt“.
Das Innenleben der Wohnungen wird sichtbar gemacht. Allerhand Skurriles und Komisches ist zu entdecken, ein Elefant im Abstellraum oder die Mittagessen kochende Eisprinzessin, aber auch ganz normale Alltagsszenen, wie das Sitzen bei Tisch oder eine Mutter, die mit ihrem Kind schimpft. Über all diese Wohnräume gibt es die Möglichkeit, sich auszutauschen und sich und seine Nachbarn mal ganz anders kennenzulernen. Die Kinder sind mit ihrem offenem Wesen als erstes dabei, aber nach und nach traut sich auch mal ein Papa, den Pinsel zu schwingen oder die erwachsenen Geschwister kommen um die Kleinen zu unterstützen. Die Atmosphäre des Innenhofes ist getragen von Zusammenhalt, Lebendigkeit und Humor. Genau das spiegelt sich auch in den detailreichen Malereien wieder. Eine Nachbarschaft, in der wir uns sofort eingebettet und zuhause fühlen!
VIELEN DANK für so viele, große Herzen!

 

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Willkommen im Wald der Wünsche

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Eine Wandgestaltung von Nora Katthöfer mit SchülerInnen aus 10 Schulklassen

 

In dunkler Nacht erscheint ein leuchtender Wald. Die Bäume strahlen, denn sie tragen die Wünsche vieler Schüler. Diese Wünsche sollen als Früchte und Symbole ins Leben getragen werden und heranreifen, bis sie in Erfüllung gehen. Umrahmt sind die starken Urbäume von Sonne und Mond. Sie geben der Erde alles, was sie braucht, um die Bäume wachsen zu lassen. Der Wald wird nach und nach von allerlei Waldbewohnern bevölkert. Jeder Schüler unterstützt das Wandbild mit seinem an die Wand gespraytem Wunsch-Symbol.

Im Rahmen des Kulturagenten Programmes entsteht mit Schülern aus 10 Schulklassen der Stadtteilschule Süderelbe in Hamburg der Wald der Wünsche. Eine Beteiligung der Schüler vom Material-Einkauf bis zur Eröffnung des Wandbildes über den Schullautsprecher. Den Boden für das Wandbild bestellt die Integrationsklasse vom Lehrer und Künstler Branimir Georgiev. Farbe wird mit dicken Farbrollen auf Waschbeton aufgebracht und die Umrisse der Bäume aufgezeichnet. Da die Kinder der Integrationsklasse kaum Deutsch sprechen können, unterstützt die Bildersprache unsere Kommunikation. Es entstehen spannende Formen und Elemente, die Muster aus fernen Ländern überliefern. Die Bildmotive veranlassen zu interessanten Gesprächen über Ziele und Wünsche im Leben der Schüler und Schülerinnen. Auch Schüler, die in den Pausen das Bild bewundern, wollten sich mit ihren Wünschen verewigen. Anhand von selbstangefertigten Stencils können sie ihren Wünschen Ausdruck verleihen.
Den Abschluss bildet eine Eröffnung vor dem Wandbild, an dem sich jeder Interessierte mit seinem innigsten Wunsch einbringen kann. Die Wünsche werden auf bunte Zettel an eine gespannte Leine vor dem Wandbild aufgehängt.
Jetzt soll alles wachsen und gedeihen im Wald der Wünsche!

 

 

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Paradies auf Erden?

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Ein Gemeinschaftsprojekt von Künstlerinnen und Künstlern aus dem Atelierhaus 23 (Carla Binter und Nora Katthöfer) und der Honigfabrik (Katharina Lange und Murat Karakus) mit der freien Schule Wilhelmsburg und der BI Lernort Praxis.

 

Paradies auf Erden?

20 Schüler setzten sich mit der Fragestellung : „Gibt es ein Paradies auf Erden?“ auseinander und überlegten, was ihnen ein Anliegen an der Mitgestaltung des Paradieses auf Erden wäre.
Allerhand „Sehnsuchtsmotive“ tauchten auf, da die meisten Maler und Malerinnen einen Migrationshintergrund haben und ihnen vieles an ihrer Heimat fehlte. So malt der 15 jährige Pavel das Meer, welches ihn an seine vermisste Heimat Polen erinnert. Semra verziert das Kleid einer Zirkusfrau mit dem zweiköpfigen Drachen, das Wahrzeichen ihrer Heimat Albanien, zu dem sie extra eine Sprühschablone angefertigt hat. Allerhand Helden tauchen auf, und Szenen, die die Schüler und Schülerinnen mit besonders guten Gefühlen verbinden. So gibt es in der Bilderwelt tatsächlich das Bett im Blumenfeld, von dem aus man sich den Sonnenuntergang in der Ferne mit seiner Liebsten ansehen kann. Da viele der Teilnehmer sehr musikalisch sind, spielen auch Instrumente und Musiker eine große Rolle. So ziehen sich aus der Klarinette von Nezdi die Noten, samt Notenbändern durch das ganze Wandbild. Da viele Teilnehmer aus einer Sinti Familie kommen, darf die Flagge der Sinti und Roma natürlich nicht fehlen. Als Krönung wird sie, trotz Höhenangst, mit der Leiter mittig in die Malerei platziert. Anfängliche Ängste der Gruppenteilnehmer untereinander können im Laufe der Wochen thematisiert und abgebaut werden. Die Interaktion geht sogar über die Gruppe hinaus. Passanten werden von den Jugendlichen zum Thema “ Paradies auf Erden?“ befragt. Die Beiträge greifen die Jugendlichen dann im Bild auf, und die Anwohner finden ihre Ideen plötzlich im Wandbild wieder.
Der Abschied wird mit einem Fest gefeiert, an dem es Spezialitäten aus verschiedensten Herkunftsländern gibt. Fotos und Stencils zum Entstehungsprozess werden feierlich präsentiert. Es ist ein Vertrauen gewachsen.
Das Vertrauen, das man das Paradies auf Erden mitgestalten kann?

 

 

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Spielraum INSEL

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Musik: Felix Striegler     Performance: Nora Katthöfer, Katja Engbrecht, Elena Neuenschwander

 

Der Spielraum ist eine art Raum im Raum, an dem zu einem Thema oder einer Fragestellung Material bereitgestellt und bereits künstlerisch angeordnet ist. Die Spielenden treten dann meißt nonverbal mit den Medien des Raumes in Kontakt und lassen sich von dem Entstehenden leiten. Die Ausdrucksmöglichkeiten werden auf eine andere Ebene gehoben, auf der alles als System ineinander fließen kann.
Eine interaktiver Spielraum zur größten Flussinsel Europas, Wilhelmsburg. Zeitgleich begleitet von den Momentaufnahmen entnommenen Klängen. Zu einer Melodie verwandelt und Alles miteinander verbindent. Zuschauer werden zu Mitspielern. Fäden werden gesponnen und schaffen Vernetzungen. Seifenblasen werden frei gelassen und Schätze entdeckt und verteilt. Elemente aus der Contactimprovisation fließen mit ein und Gäste verkleiden sich. Violettes Pigment regnete auf Häupter und jmd. bettete sich in ein Goldenes Tuch. Von bunten Hölzern gekrönte Sandburgen werden verehrt und eine angestrandete Melone geschlachtet. Kinder verleiten zum Malen mit Federn und Masken verwandeln in Flugsaurier. Ein unendlicher Fluss……

 

 

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Kleine Große Riesenkunst 2

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Projekt: Nora Katthöfer und Carol Sebastian Klein

 

Hier auf dem Marktplatz Stübenplatz in Wilhelmsburg denken sich die Kinder was aus!

Durch die bereitgestellten Materialen wird die Kreativität der Kinder angeregt. Leuchtende Kinderaugen durchforsten das Geschehen. Zwei Mädchen verteilen Eintrittskarten zum Kinderyoga und Tanzmatten werden ausgerollt. Nägel werden in Holzklötze geschlagen und das handwerkliche Können wird somit bewiesen. Auch die „Schlimmen Jungs“ sitzen am Tontisch und formen in aller Ruhe. Es ist ein Festtag, das spürt jeder.

Herzlich Willkommen!

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Kleine Große Riesenkunst

Kleine Große Riesen Kunst

Projekt: Nora Katthöfer und Carol Sebastian Klein

 
Der Marktplatz Stübenplatz in Wilhelmsburg wird belebt! Kinder haben die Möglichkeit, an verschiedenen Tischen mit Ton oder Zeichenmaterialien zu gestalten.
Aus Ton entstehen Freundschaftsinitialen, Döner in allen Variationen, Tiere, Schneemänner und jede Menge Waren, die dann spielerisch auf dem Markt angepriesen werden. Ein Junge zieht mit seinem Marktgeschrei immer mehr interessierte Familien an. Mit dem Mikrofon aus Ton werden Stars entdeckt. Väter entdecken ihr vergrabenes Talent zum Plastizieren und Mütter sind stolz auf die Werke ihrer Kinder. Jeder ist Willkommen!

 

 

 

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